Bewerbungsfotos

Es gibt kaum einen anderen Bestandteil der Bewerbungsunterlagen bei dem so viel falsch gemacht wird wie beim Bewerbungsfoto. Es ist teilweise erstaunlich, wie viel Geld Bewerber für ansprechende Mappen, hochwertiges Papier und zahlreiche, beglaubigte Zeugniskopien ausgegeben, um dann beim Bewerbungsfoto zu sparen. Dabei sollte man sich klarmachen, dass das Bewerbungsfoto ein entscheidendes Kriterium bei der Entscheidung für oder gegen einen Bewerber darstellen kann. In einigen Unternehmen wird zwischen Bewerbern, die gleiche fachlichen Qualifikationen aufweisen, nur anhand von Bewerbungsfotos ausgewählt. Auch wenn dies sicherlich eine sehr subjektive Entscheidung ist, so ist es doch verständlich, dass besonders in kleineren Betrieben die Auswahl auch danach erfolgt, wer Einem sympathisch erscheint.

Das Bewerbungsfoto ist somit ein wesentlicher und ausgesprochen wichtiger Bestandteil der Bewerbungsunterlagen. Mit dem Bewerbungsfoto zeigen Sie, wie sie das Unternehmen, bei dem Sie sich bewerben, nach außen hin repräsentieren wollen. Natürlich ist die Relevanz des Bewerbungsfotos je nach ausgeschriebener Stelle und Art des Unternehmens unterschiedlich. An einen Außendienstmitarbeiter werden mit Sicherheit höhere Ansprüche an die Optik gestellt wie beispielsweise an einen Kfz-Mechatroniker. Neben der eigenen Optik vermittelt ein Bewerbungsfoto aber auch immer, wie ernst man selber diese Bewerbung nimmt. Daher sollte man bei der Erstellung und Auswahl des Bewerbungsfotos immer besonders sorgfältig vorgehen.

In jedem Fall sollte man das Bewerbungsfoto bei einem professionellen Fotografen erstellen lassen. Durch die modernen Digitalkameras hat man die Möglichkeit zwischen verschiedensten Fotos zu wählen und das beste Portrait herauszusuchen. Zudem bieten Fotografen oftmals die Möglichkeit auch nach einiger Zeit noch weitere Abzüge machen zu lassen. Vollkommen ungeeignet sind hingegen Fotos aus dem Automaten, Polaroids oder eingescannte Fotos. Der Bewerber sollte auf dem Foto möglichst freundlich und natürlich wirken und das Erscheinungsbild sollte in jedem Fall der aktuellen Erscheinung entsprechen. Daher empfiehlt es sich, keine Fotos zu verwenden, die älter als ein Jahr alt sind.

Es ist von Vorteil, wenn man immer einige Bewerbungsfoto bereit liegen hat, so dass man auf neue Stellenanzeigen kurzfristig reagieren kann. Die Größe des Bewerbungsfotos sollte etwas über der eines Passbild liegen und circa 4, 5 x 6, 5 cm betragen. Ein guter Fotograf wird den Bewerber entsprechend beraten.

Das Erscheinungsbild des Bewerbers auf dem Bewerbungsfoto ist ebenfalls von großer Bedeutung. Die Kleidung, die der Bewerber auf dem Bewerbungsfoto trägt, sollte auf den jeweiligen Arbeitsplatz zugeschnitten sein. Eine gepflegte Erscheinung und saubere Kleidung sind selbstverständlich. Der Einsatz von Schmuck und Make-up sollte nur dezent erfolgen. Am besten ist es, wenn man sich den Fototermin so legt, dass man ausgeschlafen zum Fotografen geht und genügend Zeit hat um die Fotos in Ruhe erstellen zu lassen. Wenn man sich eine Auswahl an zwei oder drei verschiedenen, hochwertigen Bewerbungsfotos zulegt, kann man für jede Bewerbung das passendste Foto heraussuchen. Dies ist gerade dann sinnvoll, wenn man sich auf verschiedene Stellen mit unterschiedlichen Anforderungen bewirbt.

Das Bewerbungsfoto kann an zwei unterschiedlichen Stellen in den Bewerbungsunterlagen angebracht werden. Zum einen besteht die Möglichkeit das Bewerbungsfoto auf das Deckblatt, oder klassisch oben rechts auf den Lebenslauf zu kleben. Zur Sicherheit, falls das Bewerbungsfoto sich versehentlich ablöst, sollte man auf der Rückseite des Fotos den eigenen Namen und die Adresse aufschreiben. Die verschiedenen Möglichkeiten ein Foto auf einem Papier zu befestigen, führt immer wieder zu erstaunlichen Ergebnissen. In jedem Fall sollte man das Anbringen mit Hilfe von Büroklammern oder Heftmaschinen unterlassen. Ein Bewerbungsfoto wird immer aufgeklebt. Dies kann entweder mit Klebstoff oder auch mit einem doppelseitigen Klebeband erfolgen. Beides sollte sparsam eingesetzt werden, so dass wirklich nur das Foto klebt und der Klebstoff in keinem Fall an den Rändern des Fotos hervor quillt. Beim Aufkleben des Fotos sollte auch darauf geachtet werden, dass dieses parallel zu den Seitenrändern platziert wird. Ganz feine Hilfslinien, die im Vorhinein mit Bleistift aufgezeichnet wurden, können hier helfen. Dabei sollte man jedoch darauf achten, dass nach dem Aufkleben des Fotos von diesen Hilfslinien nichts mehr zu sehen ist.

Bewerbungsfoto aus können unter Umständen mehrmals verwendet werden. Dies ist allerdings nur dann möglich, wenn durch das Ablösen des Fotos von der alten Bewerbung keine Beschädigungen am Foto entstanden sind. Sollte das Bewerbungsfoto bereits geknickte Ecken oder Kratzer haben, so sollte in jedem Fall zu einem neuen Bewerbungsfoto gegriffen werden.


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